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PIRATES OF THE
CARIBBEAN – FREMDE GEZEITEN Rezension
Darauf
haben wir viele Jahre gewartet, endlich ist Captain Jack zurück und darf
diesmal zur vollen Leistung auffahren, denn der vierte Teil der
Piraten-Saga verzichtet vollkommen auf eine abgedrehte Story,
unübersichtlich viele Charaktere oder megagroße Effekte, stattdessen
konzentriert sich voll und ganz auf Captain Jack Sparrow. Und der bietet
solides Mantel-und-Degen-Kino mit allem was dazu gehört, vom Schwingen
am Kronleuchter, über eine Kutschen-Verfolgungsjagd bis hin zum
Fässerrollen. PIRATES OF THE CARIBBEAN – FREMDE
GEZEITEN ist die Captain Jack Sparrow
Solo-Show! Aber nicht nur das wird vielen Fans gefallen, auch
stilistisch geht es “back to the roots”. Wenn man den vierten Teil
überhaupt mit einem der drei anderen Teile vergleichen kann, dann am
ehesten mit dem ersten.
Die
Handlung beginnt damit, dass spanische Fischer einen alten Mann aus dem
Meer ziehen, der die legendäre Quelle der ewigen Jugend entdeckt hat.
Der Fall wird vor den spanischen König gebracht, der seine Flotte sofort
mit der Suche beginnen lässt. Währenddessen bekommt Jack in London eine
Audienz bei dem britischen König George II., der ihn darum bittet, ihm
bei der Suche nach der Quelle zu helfen, er würde ihm dafür ein Schiff
und eine Besatzung stellen. Als Jack erfährt, dass Barbossa diese
Expedition anführen soll, flieht er aus dem Palast versteckt sich
schließlich in einer Taverne im Hafenviertel. Dort trifft er auf seine
ehemalige Geliebte Angelica, die ihn überlistet und ihn auf die Queen
Anne's Revenge entführt, dem Schiff des berüchtigten Piraten
Blackbeard. Wie sich heraus stellt, ist der ebenfalls auf der Suche nach
der Quelle der ewigen Jugend und Angelica ist seine Tochter. An Bord der
Revenge befinden sich außer der Crew und der gefangene Missionar
Philip. Währenddessen wird Jacks alter Kumpane Gibbs, der ebenfalls den
Ort der Quelle kennt, von der britischen Flotte in Dienst genommen. Nun
beginnt ein Wettrennen zwischen den spanischen Seefahrern, der
britischen Flotte und Blackbeard. Alle wollen als erste die Quelle der
ewigen Jugend finden.
Es gibt viele neue Charaktere, wie beispielsweise
Blackbeard, genial verkörpert vom britischen Schauspieler Ian McShane (DEADWOOD)
und die feurige Angelica, perfekt besetzt mit Penélope Cruz. Ebenfalls
neu im Boot sind Missionar Philip, der vom Nachwuchsschauspieler Sam
Claflin gespielt wird und seine große Liebe die Meerjungfrau Syrena,
gespielt von der wunderschönen Astrid Bergès-Frisbey. Offensichtlich
sollen die beiden als Ersatz für Will und Liz herhalten, die diesmal
nicht mit von der Partie sind. Das gelingt aber leider nur mäßig und die
beiden sind nur ein blasses Abbild von Orlando Bloom und Keira Knightley.
Zum Glück ist Jack Sparrow ganz der Alte: Seine Sprüche sind cool wie
immer und es macht richtig Spaß ihm zuzusehen. Highlight des Films ist
sicherlich der Auftritt der Meerjungfrauen, die zum Verlieben und
Fürchten zugleich sind, hier möchte ich aber nicht zu viel verraten.
Auch wenn der vierte Teil nicht immer mit den
ersten drei Teilen mithalten kann, so bietet er doch beeindruckendes,
mitreißendes Abenteuer-Kino mit einem grandiosen Johnny Depp in der
Hauptrolle, vielen spannenden Szenen und vor allem jeder Menge Spaß! Auf
jeden Fall war das alte FLUCH DER KARIBIK Feeling sofort wieder da! Klar
soweit?
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